Wachsender T-Rex legte täglich um 2 Kilo zu

Tyrannosaurus rex wuchs im Alter von 14 bis 18 Jahren am schnellsten. In dieser Phase konnte er 2,1 Kilogramm täglich zulegen – pro Jahr 767 Kilogramm. Das haben amerikanische Paläontologen errechnet. Sie analysierten die Knochen von vier Fleisch fressenden Sauriern, die der Familie Tyrannosauridae angehören.

Im Magazin „Nature“ stellt das Team um Gregory Erickson vom „American Museum of National History“ seine Berechnungen vor. Die Forscher verglichen 60 Knochen von 20 Tieren, die vier verschiedenen Tyrannosauriden-Arten angehörten. Knochen wachsen in der Regel in ringförmigen Ablagerungen, die ähnlich den Baumringen Rückschlüsse auf das jährliche Wachstum erlauben. Weil sich manche Knochen im Laufe des Wachstums stark verformen und daher kaum verlässliche Daten liefern, konzentrierten sich die Forscher auf langsam wachsende Rippen und Wadenbeine.

Gebiss des Tyrannosauriers Sue T-Rex „Sue“, The Field Museum Chicago

Von allen Tyrannosauriden machte der T-Rex den größten Wachstumsschub durch. Dieser begann erst im Alter von 14 Jahren. Da hatte das Tier genau die Hälfte seines Lebens hinter sich. Innerhalb der folgenden vier Jahre konnte der 15 Meter lange Fleischfresser von zwei auf bis zu fünf Tonnen zulegen. Bis zum Ende des 20. Lebensjahres wuchs er nur noch langsam, danach überhaupt nicht mehr.

Zum Vergleich: Seine drei kleineren Verwandten aus der Familie der Tyrannosauriden brachten als erwachsene Tiere keine zwei Tonnen auf die Waage. Der Daspletosaurus nahm jährlich 180 Kilo zu, Albertosaurus 122 Kilo, Gorgosaurus 114 Kilogramm. Die drei konnten jeweils um die acht Meter lang werden. Ausgewachsen waren sie in der Regel schon mit 16 Jahren.

Bisher war unter Forschern umstritten, ob die riesigen Fleischfresser einen schnellen Wachstumsschub durchlebten oder langsam, aber dafür lebenslang wuchsen.

Forschung: Gregory M. Erickson, Mark A. Norell, American Museum of Natural History (AMNH), New York; Peter J. Makovicky, The Field Museum, Chicago; u.a.; in „Nature“, Vol. 430, No. 7001, 11.8.2004, pp 772-775

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