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Archiv der Rubrik ‘Wirbellose’

Bewährte Riesenspermien

5. Aug 2009 • Rubrik Wirbellose

Die Männchen vieler Tierarten produzieren vergleichsweise riesenhafte Spermien, um ihre Befruchtungschancen zu maximieren. Diese Strategie ist nicht neu, zeigen Untersuchungen einer internationalen Forschergruppe. Schon vor gut 100 Millionen Jahren dürften männliche Muschelkrebse Samenzellen gebildet haben, die mindestens ebenso lang waren wie die Tiere selbst.



Schwangere Milbe in Bernstein

15. Feb 2009 • Rubrik Wirbellose

Besondere Einblicke in ein winziges Stück Bernstein haben deutsche und amerikanische Forscher erhascht. Mit Hilfe von Röntgenstrahlung konnten sie nicht nur die Umrisse einer Hornmilbe, sondern auch deren innere Organe sichtbar machen. Als das Tier vor 15 Millionen in das Harz eingeschlossen wurde, trug es demnach ein Ei samt Embryo in sich.



Älteste Spuren von Tieren

5. Feb 2009 • Rubrik Geologie, Wirbellose

Gesteinsschichten im Oman bergen die ältesten bekannten Spuren von Tieren. Das berichtet eine internationale Forschergruppe im Magazin “Nature”. Schon vor mehr als 635 Millionen Jahren (im Ediacarium) scheint es demnach Schwämme gegeben zu haben, die eine besondere Spielart des Cholesterins produzierten.



Meeresbewohner in Bernstein entdeckt

11. Nov 2008 • Rubrik Botanik, Wirbellose

Erstmals sind mikroskopische Bernsteineinschlüsse von Meeresbewohnern gefunden worden. Sie stecken in einem fünf Zentimeter großen Stück Bernstein aus der Kreidezeit. Der Fund zeige die “wohl ungewöhnlichste Gemeinschaft, die jemals in einem Bernsteinstück entdeckt wurde”, sagt der Paläontologe Alexander Schmidt von der Universität Göttingen. Zusammen mit französischen Kollegen konnte er außerdem Algen, Insekten, Pflanzenreste sowie winzige Federn identifizieren.



Gliederfüßer schwammen in Ketten

10. Okt 2008 • Rubrik Wirbellose

In 525 Millionen Jahre altem Gestein haben chinesische und englische Forscher kleine Gliederfüßer entdeckt, die in langen Ketten erstaunlich fest mit einander verbunden waren. Obgleich die Ketten bzw. Einzeltiere teils verdreht, gestreckt oder ineinander geschoben sind, ist der Kontakt unter den Tieren nicht abgerissen, berichten die Forscher um Xian-Guang Hou von der Yunnan University und seine Kollegen im Magazin “Science”.



Ein Platz für Panzerwürmer

10. Jan 2008 • Rubrik Wirbellose

Eine rätselhafte Gruppe von Fossilien scheint endgültig ihren Platz im Stammbaum der Tiere gefunden zu haben. Gut 150 Jahre nach der Entdeckung der “Schuppenröhren” hat ein internationales Forschertrio das erste Exemplar gefunden, bei dem sich auch das Weichgewebe abzeichnet. Den borstenbesetzten Stummelfüßen nach zu urteilen, handelt es sich um einen gepanzerten Verwandten des Wattwurms.



Forscher durchleuchten Bernstein-Spinne

31. Okt 2007 • Rubrik Wirbellose

Was Medizinern recht ist, kann Paläontologen nur billig sein. Englischen und belgischen Forschern ist es gelungen, eine winzige Spinne per Computertomographie in ihrem Bernstein-Sarg zu untersuchen. Die extrem hochauflösenden Bilder zeigen den äußeren Körperbau wie auch die inneren Organe des Tieres in ungeahntem Detailreichtum.



520 Mio. Jahre alte Krebse entdeckt

4. Okt 2007 • Rubrik Wirbellose

In der chinesischen Provinz Yunnan wurden die fossilen Überreste der bislang ältesten Repräsentanten der modernen Krebse (Crustacea) gefunden. Die sehr kleinwüchsigen Tiere stammen aus dem Unterkambrium und sind rund 520 Millionen Jahre alt. Vier Forscher aus China, Großbritannien und Deutschland stellen den Fund im Magazin “Nature” vor.



Tabula rasa durch Massensterben

24. Nov 2006 • Rubrik Fische, Wirbellose

Vor rund 250 Millionen Jahren verschwanden über 90 Prozent der im Meer lebenden Tierarten. Dieses “Große Sterben” läutete eine umfassende Neuordnung der marinen Lebensgemeinschaften ein. Erst nach dem Artensterben setzten sich komplex strukturierte Gemeinschaften durch, wie sie auch in den heutigen Ozeanen vorherrschen.



Seelilien liefern älteste Pigmente

25. Okt 2006 • Rubrik Wirbellose

Komplexe Biomoleküle hat eine amerikanische Geowissenschaftlerin in 350 Millionen Jahre alten Fossilien gefunden. Die orange-gelben Verbindungen stammen aus Seelilien und könnten Einblicke in Lebensweise und Entwicklung der grazilen Schönheiten erlauben.



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