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Frühe Säuger ließen sich Dinos schmecken

Frühe Säuger, die sich schon zur Zeit der Dinosaurier behaupteten, konnten größer werden als bisher vermutet. Schon vor 130 Millionen Jahren gab es an Dachse erinnernde Säugetiere, deren Körpervolumen großen Hunden entsprach. Zwei Arten dieser Säuger entdeckten Paläontologen in der nordchinesischen Provinz Liaoning.

Der einen Meter lange Repenomamus giganticus und sein kleinerer enger Verwandter, der Repenomamus robustus, waren vermutlich Fleischfresser. Darauf lassen die langen Vorderzähne und die spitzen hinteren Zähne schließen. Backenzähne, die sich zum Mahlen pflanzlicher Kost eignen, fehlen hingegen. Wahrscheinlich zerriss der Säuger seine Beute in kleine Stücke, bevor er sie verschlang.

Bild: Nature
Rekonstruktion der Säuger, Copyright Institute of Vertebrate Paleontology and Paleoanthropology, Chinese Academy of Sciences. Zeichner: Xiaoping Xu

Die Forscher um Yaoming Hu von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking stellen ihre Funde im Magazin "Nature" vor. Sie schätzen die Skelette der Tiere auf ein Alter von 128 bis 139 Millionen Jahre. Zu Lebzeiten könnte R. giganticus 12 bis 14 Kilogramm schwer gewesen sein, R. robustus brachte es wohl auf 4 bis 6 Kilo.

Im Magen des R. robustus fanden sich die Knochen eines jungen, gut 14 Zentimeter langen Psittacosaurus. Dieser zählte zu den Horndinosauriern und wurde als erwachsenes Tier über zwei Meter lang. Die Psittacosauridae trugen massive gepanzerte Köpfe mit eindrucksvollen Kiefern, die an Papageienschnäbel erinnern. Wenn selbst der kleinere der beiden Säuger schon derartige Saurier fraß, dann habe der große Repenomamus wohl ausreichend kräftige Kiefer besessen, um Horndinos angreifen und erlegen zu können, schätzt Hu. Damit sei die These widerlegt, in der unteren Kreidezeit habe es nur kleine, sich von Insekten ernährende Säuger gegeben.

Bild: Nature
Skelett des Repenomamus giganticus. Copyright: Institute of Vertebrate Paleontology and Paleoanthropology, Chinese Academy of Sciences. Fotograf: Wei Gao

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13.1.2005

Quelle:
Nature, 13.1.2005

Forschung:
Yaoming Hu, Yuanquing Wang, Chuankui Li, Chinese Academy of Sciences; Jin Meng, American Museum of Natural History, New York; in "Nature", Vol. 433, No. 7022, 13.1.2005, p. 149-152

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