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T. Rex war ein lahmer Läufer
Nur im Film kann Tyrannosaurus rex schnell rennen. In der Realität hätte er dafür viel zu lange Beinmuskeln benötigt, die nicht zu den überlieferten Skeletten passen, sagen John Hutchinson und Mariano Garcia, zwei Biomechanik-Spezialisten der University of California, Berkeley.Ein Tyrannosaurus konnte bis zu 15 Meter lang, sechs Meter hoch und über sechs Tonnen schwer werden. Um einem solchen Tier den nachgesagten schnellen Sprint von 45 km/h bei der Beutejagd zu ermöglichen, hätten über 80 Prozent der Körpermasse in den Muskeln sitzen müssen. Das ergaben jetzt die Berechnungen von Hutchinson und Garcia. Die beiden Forscher verweisen im Magazin "Nature" zum Vergleich auf das Huhn, um den Zusammenhang zwischen Körpermasse und Muskeln zu erklären. Beim normalen Huhn stecken 17 Prozent des Körpergewichts in den Beinen. Wollte aber ein Huhn von Größe und Gewicht eines T. rex vergleichbar schnell sprinten wie das kleine Federvieh, müssten bei sechs Tonnen Gewicht 99 Prozent des Körpers aus Beinmuskeln bestehen. Die Zahlen scheinen Paläontologen wie Jack Horner Recht zu geben, die im Tyrannosaurus rex eher einen Aasfresser denn einen Jäger sehen wollen. Ihre Berechnungen schließen aber nicht aus, so betonen Hutchinson und Garcia, dass T. rex ein Jäger war. Immerhin ermöglichten die langen Beine dem aufrecht gehenden Fleischfresser große Schritte: Mit bis zu fünf Metern in der Sekunde hätte T. rex kleinere Beutetiere und gleich große, aber schwerfällige Pflanzenfresser noch einholen können. Besonders schnell war der Saurier allerdings nicht: Elefanten und Spitzensportler schaffen das doppelte Tempo.
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28.2.2002 Quelle: Nature, 28.2.2002 Forschung: Mariano Garcia, University of California, Berkeley, John Hutchinson (jetzt Stanford University); in "Nature", Vol. 415, No. 6875, pp 1018-1021 Surftipps: Werbung
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