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Dromaeosaurier trug Federkleid
In China ist erstmals ein Dinosaurier gefunden worden, der eindeutig zu den Echsen gehört, aber Federn wie ein moderner Vogel trug. Das Tier aus der Familie der Dromaeosauriden dürfte die Diskussion um die Entstehung des Gefieders bei Urvögeln neu anheizen. Das Fossil aus der unteren Kreidezeit ist 95 Zentimeter lang, wobei ein langer Schwanz nahezu die Hälfte des Körpers ausmacht. Das Skelett ist fast vollständig erhalten; der Schädel ist allerdings zerschmettert. An den vorderen und hinteren Gliedmaßen sowie an den Händen und am Schwanz finden sich Federn, die modernen Vögeln vergleichbar aus einem Kiel und einer verästelten Federfahne bestehen.Die Forscher hatten den Saurier vor etwa einem Jahr bei Shangheshou in der chinesischen Provinz Liaoning ausgegraben. Weil sich der fossile Abdruck auf einer vollständigen Platte befindet und auch das Gegenstück existiert, sei eine Manipulation ausgeschlossen, sagt Mark Norell vom Amerikanischen Museum für Naturgeschichte in New York. Norell und seine chinesischen Kollegen präsentieren den noch namenlosen Fund BPM 1 3-13 im Magazin "Nature". Eindeutige Federn hatten Paläontologen zwar schon bei den Sauriern Caudipteryx und Protarchaeopteryx gefunden, doch werden diese eher den flugunfähigen Urvögeln zugerechnet. Der neue Fund ist dagegen als Dromaeosaurier eindeutig eine Echse, sagen die Forscher. Die Familie der Dromaeosauriden war während der Kreidezeit auf dem Gebiet des heutigen Amerika und Asien als Fleischfresser unterwegs.Unter Paläontologen ist die Frage, warum sich Federn entwickelten, noch umstritten. Eine These geht davon aus, dass die Entstehung des Gefieders mit der Flugentwicklung in Zusammenhang steht. Einer zweiten These nach ist es wahrscheinlicher, dass die Federn ursprünglich den Wärmehaushalt der Tiere regulieren sollten. Die Tatsache, dass eine gänzlich flugunfähige Echse Federn besaß, könnte Beweise für letztere Variante liefern. zurück |
7.3.2002 Quelle: Nature, 7.3.2002 Forschung: Mark Norell, Keqin Gao, American Museum of Natural History, New York; Qiang Ji, Chongxi Yuan, Institute of Geology, Chinese Academy of Geological Sciences, Beijing; Yibin Zhao, Lixia Wang, Liaoning Provincial Bureau of Land and Resources, Shenyang; in "Nature" Vol. 416, 7.3.2002, pp 36-37 Surftipps: - - Werbung
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