|
|
Machte kaltes Wetter den Dinos zu schaffen?
Eine mittlerweile allgemein anerkannte These besagt, ein Asteroiden-Einschlag habe vor 65 Millionen Jahren die Dinosaurier ausgelöscht. Möglichwerweise war das Ereignis aber auch nur der letzte Schicksalsschlag gegen die großen Echsen, die zu diesem Zeitpunkt bereits angeschlagen waren. Davon sind kanadische Forscher überzeugt. Sie glauben, die Hälfte aller Saurier sei schon vor dem Asteroiden-Einschlag einem Klimawandel zum Opfer gefallen. Im Drumheller Valley im kanadischen Bundesstaat Alberta wollen die Forscher Hinweise gefunden haben, nach denen die durchschnittliche Temperatur sieben Millionen Jahre vor dem Einschlag von 25 auf 15 Grad Celsius sank. Zeitgleich habe der Regen stark nachgelassen. Dies lässt sich nach Aussage von David Eberth und Don Brinkman vom Royal Tyrell Museum of Palaeontology aus Sauerstoff-Isotopen in Fossilien ablesen. Viele Kaltblütler wie Krokodile und Schildkröten sollen den Temperatursturz nicht verkraftet haben. Dinosaurier, die weniger empfindlich waren, könnten indirekt betroffen gewesen sein, schätzt Brinkman. "Die Saurier waren Teil des Ökosystems, das Pflanzen, Wirbeltiere und Wirbellose einschließt. Der Temperaturwechsel könnte die Dinosaurier getroffen haben, indem er andere Aspekte des Ökosystems berührte", sagte Brinkman dem "Discovery Channel". Die Theorie, die Eberth und Brinkman jetzt im Magazin "Chemistry and Industry" veröffentlichten, bleibt umstritten. Dale Russell, Paläontologe an der North Carolina State University, kommentiert, es habe im Laufe der Kreidezeit mehrfach starke Klimaschwankungen gegeben. Trotzdem hätten diese den Sauriern nicht geschadet. Die Asteroiden-Theorie hält er weiterhin für wesentlich wahrscheinlicher. zurück |
3.9.2002 Quelle: Discovery Channel / Royal Tyrell Museum of Palaeontology, 2.9.2002 Forschung: - Surftipps: Werbung
|
|
© 2007 Stefan Jacobasch, Berlin Impressum + + + Powered by Coranto + + + Mehr Wissenschaft: Scienceticker.info
+ + + Messen 2008
|