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Norwegens erster Dinosaurier kommt aus der Nordsee
Den "tiefsten" Dinosaurier der Welt haben norwegische Forscher in der Nordsee gefunden. In einem Bohrkern aus 2.256 Metern Tiefe unter dem Meeresgrund fanden sie Knochenstücke, die von einem der urzeitlichen Reptilien stammen. Foto: Norges forskningsrådWährend Überreste von Dinosauriern andernorts mit Schaufel und Bürste freigelegt werden, kam im Falle des norwegischen Vertreters der Bohrer zum Einsatz. Jørn Harald Hurum von der Universität Oslo und seine Kollegen fanden das Fossil in einem Bohrkern aus dem Snorre-Ölfeld vor der Westküste Norwegens. Mit Hilfe ihrer Bonner Kollegin Nicole Klein konnten die Forscher den stark zusammengepressten Knochen anhand regelrechter Jahresringe einem Plateosaurier zuordnen. Das Tier könnte bis zu neun Meter lang und vier Tonnen schwer gewesen sein und hat vor 210 bis 195 Millionen Jahren gegen Ende der Trias gelebt. Damals war das Gebiet eine weite, aus der Sedimentfracht großer Flüsse gebildete Ebene. Bereits früher waren Fußspuren von Dinosauriern in Norwegen entdeckt worden, bislang jedoch keine handfesten Überreste der Tiere. Grafik: Norges forskningsrådZur Gruppe der Plateosaurier gehört auch der erste in Deutschland gefundene Dinosaurier. Erst kürzlich hatten Klein und ihr Kollege Martin Sander Hinweise dafür präsentiert, dass die "Flachechsen" bei ungünstigen Umweltbedingungen ihr Wachstum drosseln konnten. zurück |
24.4.2006 Quelle: Norges forskningsråd, 24.4.2006 / Text: Carsten Meinke, Scienceticker.info Forschung: Jørn Harald Hurum und Johan Petter Nystuen, Naturhistorisk museum und Institutt for Geofag, Universitetet i Oslo; Morten Bergan, RWE Dea Norge, Oslo; Nicole Klein, Institut für Paläontologie, Universität Bonn Surftipps: Werbung
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