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Altmühltal: Neuer Raubsaurier indentifiziert
In Kalkgestein aus dem Naturpark Altmühltal haben Forscher das Fossil eines bisher unbekannten fleischfressenden Sauriers identifiziert. Kein anderer europäischer Fund aus der späten Jura sei so gut erhalten wie der neue Fund, schreiben Ursula Göhlich von der Universität München und Luis Chiappe vom Natural History Museum Los Angeles im Magazin "Nature". Foto: G. JanssenHier klicken für die Großdarstellung (in neuem Fenster) Das 152 Millionen Jahre alte Fossil wurde bereits 1998 in einem Steinbruch nahe bei Schamhaupten in der Fränkischen Alb gefunden, aber erst jetzt konnten es die Forscher abschließend präparieren. Es ist bis auf das letzte Drittel des Schwanzes in sehr gutem Zustand erhalten geblieben. Die Wissenschaftler tauften den Fund auf den Namen "Juravenator starki" - auf deutsch etwa "Jurajäger"; der Beiname "starki" soll an die Besitzer des Steinbruchs erinnern. Der verhältnismäßig große Kopf des aufrecht gehenden Raubsauriers deutet auf ein Jungtier hin. Das Fossil ist von der Schnauze bis zur Schwanzspitze nur 65 Zentimeter lang, mit vollständigem Schwanz soll es auf etwa 75 bis 80 Zentimeter gekommen sein. An den Pfoten trug das Tier sichelförmige Krallen. Zwischen den Schneide- und den Backenzähnen des Oberkiefers zeigt der Fund eine auffällige Vertiefung. Die Forscher sind überzeugt, eine neue Gattung innerhalb der Coelurosaurier gefunden zu haben, die dem Compsognathus nahe stand. Dieser Verwandte war vor 150 Jahren ganz in der Nähe bei Solnhofen entdeckt worden. RekonstruktionZeichnung: Stephanie Abramowicz Die Datenlage ist allerdings denkbar dünn: Aus Europa sind bisher nur zwei vergleichbare Funde bekannt. Der neue Fund müsste eigentlich den gefiederten Sauriern zuzuordnen sein. Abdrücke im Gestein zeigen allerdings, dass der Jurajäger kein Federkleid, sondern eine glatte Haut besaß. Ursula Göhlich und Luis M. Chiappe präsentieren den Fund.Foto: G. Janssen, Copyright Jura-Museum Eichstätt zurück |
16.3.2006 Quelle: Nature, 16.3.2006 Forschung: Ursula B. Göhlich, Universität München, Luis M. Chiappe, Natural History Museum of Los Angeles County; in "Nature", Volume 440, No. 7082 S. 329-332 Surftipps: Werbung
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