Australien: Riesen-Saurier starb nicht allein
Vor etwa einem Jahr wurde im australischen Queensland das bisher größte und am besten erhaltene Dinosaurier-Skelett des Kontinents geborgen. Jetzt sind die Forscher ganz in der Nähe auf ein zweites Fossil gestoßen. Der in 2002 geborgene Sauropode, den die Forscher auf den Namen Elliot tauften, starb offenbar nicht allein.
Als Elliot vor 95 bis 98 Millionen Jahren ums Leben kam, war er möglicherweise mit einer Partnerin unterwegs. Das vermutet der Paläontologe und Grabungsleiter Steve Salisbury von der University of Queensland. Er hat den jetzt ausgegrabenen, zweiten Sauropoden Mary getauft.

Foto: Salisbury an der Grabungsstelle.
"Es ist noch unklar, woran die beiden Saurier gestorben sind", sagt Salisbury; "aber was immer auch passiert ist: Beide Tiere verendeten an einem Flussufer inmitten einer ausgedehnten, bewaldeten Ebene." Im Umfeld der beiden Tiere habe man weitere kleinere Fossilien sowie einzelne Knochen und Zähne gefunden, berichtet der Forscher. Sie sollen fleischfressenden Sauriern und Krokodilen gehören - Aasfresser, die von den Kadavern angezoge wurden.
Beide Saurier zählen zu den schweren, langhalsigen Sauropoden. Die Pflanzenfresser der Kreidezeit sind allerdings noch nicht näher eingeordnet worden. Salisbury geht davon aus, dass sie der selben Art angehörten. Während Elliot auf eine Länge von 16 bis 21 Metern geschätzt wird, war seine Begleiterin etwa 10 bis 12 Meter lang.
An der Fundstelle nahe der Stadt Winton liegen noch weitere Saurier-Fossile im Boden, vermuten die Paläontologen. Im Rahmen des "Winton Dinosaur Project" werden sie voraussichtlich noch mehrere Jahre lang nach fossilen Spuren graben können.
Foto: Chris Stacey, The University of Queensland
Zeichnung: University of Queensland
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Quelle: University of Queensland, 4.12.2003
Forschung: Steve Salisbury, University of Queensland
Surftipp:
Winton Dinosaur Project
Unsere Meldung zum Elliot-Fund
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