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17.4.2008: Fossil war zu teuer
Vor der ersten Versteigerung eiens Triceratops-Skeletts in Europa hatten sich die Experten mit Schätzungen des mutmaßlichen Verkaufspreises geradezu überschlagen. Doch das Auktionshaus Christie's blieb auf dem spektakulären Fund sitzen. Niemand wollte das Mindestgebot von 500.000 Euro abgeben, berichtet Welt Online.
14.2.2008: Die ersten Fledermäuse...
... mussten noch ohne Echoortung auskommen. Das lässt ein rund 52 Millionen Jahre altes Fledermaus-Skelett vermuten, das US-amerikanische Forscher analysiert haben. Die im US-Bundesstaat Wyoming gefundene tropische Fledermaus trug Krallen an den Fingern, die ihr vermutlich das Klettern auf Bäumen erlaubten. Ihre vergleichsweise kleinen Flügel könnten ihr schon das Fliegen, zumindest aber das Gleiten ermöglicht haben. Dass sich der kleine Insektenfresser dabei ohne Echoortung orientieren musste, folgern die Forscher aus dem Schädel und seiner zu kleinen Hörschnecke. (Nature, auf deutsch u.a. bei Welt Online)
3.12.2007: Waren Hadrosaurier schnelle Läufer?
Hadrosaurier, wegen ihrer abgeflachten Schnauzen auch als Entenschnabelsaurier bekannt, waren wohl muskulöser und dadurch schneller als bisher gedacht. Darauf deutet eine versteinerte Saurier-"Mumie" hin, deren gut erhaltenes Muskelgewebe jetzt erstmals analysiert werden konnte. Der 67 Mio. Jahre alte Saurier "Dakota" wurde schon 1999 im US-Bundesstaat North Dakota gefunden. Doch erst Untersuchungen mit Hilfe eines Computertomographen erlauben nun Rekonstruktionen der Muskelmasse des 12 Meter langen Tieres. Demnach saßen am Hinterteil wohl 25 Prozent mehr Muskeln als angenommen. Sie sollen den Saurier zu einem 45 Stundenkilometer schnellen Läufer gemacht haben, schätzen die Forscher. Zum Vergleich: Tyrannosaurus rex kam "nur" auf 32 Stundenkilometer. Mehr Infos beim National Geographic.
15.11.2007: Neue Saurier-Familie im Museum entdeckt
Ein Student hat im Lager des Londoner Naturkundemuseums vermutlich eine bisher unbekannte Saurier-Familie entdeckt. Die den Sauropoden zugehörigen Pflanzenfresser sind der Nachwelt durch einen einzigen Rückenwirbel erhalten geblieben. Der Wirbel wurde vor 113 Jahren nahe Hastings gefunden und schlummerte dann lange Jahrzehnte im Museumskeller. Erst ein neugieriger Student der Universität von Portsmouth untersuchte jetzt das etwa 140 Mio. Jahre alte Fossil genauer. Dabei stellten sich Besonderheiten heraus, welche nicht nur eine neue Art, sondern gleich eine eigenständige Dino-Familie vermuten lassen. Die "Xenoposeidon proneneukus" getauften Saurier wurden vermutlich so groß wie Elefanten. Quelle: BBC
31.10.2007: Sauriersterben durch Gasvergiftungen?
Das große Dino-Sterben vor 65 Mio. Jahren wurde womöglich nicht durch den Einschlag eines Meteoriten, sondern durch vulkanische Gasausbrüche ausgelöst, sagen Forscher um Gerta Keller von der Princeton University, New Jersey. Das Team beruft sich auf geologische Untersuchungen in Indien, die Lavaströme von hunderten Kilometer Länge belegen. Fossiles Plankton zwischen den Lavaschichten erlaube die Datierung der Ausbrüche, belege deren Auswirkungen auf das Klima und zeige ihre Verbindung zum Massensterben, so die Forscher. Der Ausstoß an Schwefeldioxid und Kohlendioxid während der Vulkanausbrüche übersteige das Aufkommen dieser Stoffe während des Meteoriteneinschlags um das Zehnfache. Die Vertreter der Einschlagstheorie bezweifeln die neuen Berechnungen. Mehr dazu bei NatureNews
16.10.2007: Neuer Titanosaurier in Argentinien entdeckt
Einen 32 Meter langen Titanosaurier haben argentinische und brasilianische Forscher rekonstruiert. Erste Überreste des Tieres, das auf den Namen Futalognkosaurus dukei getauft wurde, kamen in Patagonien im Jahr 2000 ans Tageslicht. Seitdem wurden die Einzelteile des über 80 Mio. Jahre alten Sauriers nach und nach zwischen anderen Fossilien entdeckt. Die Forscher vermuten, der tote Saurier habe mit seinem riesigen Körper in einem Fluss das Wasser aufgestaut und dann mit anderen toten Tieren eine Barriere gebildet. Dies könne erklären, warum so viele weitere Fossilien dicht beieinander lägen. Die bisher unbekannt Saurierart zählt zu den größten Funden weltweit. Mehr bei der BBC.
10.10.2007: Fußabdruck eines T. rex entdeckt
Ein Tyrannosaurus rex hat in der so genannten Hell Creek Formation in den Rocky Mountains seine Fußspuren hinterlassen. Den Abdruck des 76 Zentimeter langen Saurierfußes identifizierte ein britischer Forscher. Aus der Region sind bereits Fossilien eines entsprechenden Sauriers bekannt. Der Abdruck könnte ergänzende Hinweise zum Leben des Tieres liefern, hofft der Forscher laut BBC.
4.10.2007: Neuer Hadrosaurier entdeckt
Ein neuer Entenschnabeldinosaurier wurde im US-Bundestaat Utah entdeckt. Die fossilien Überreste des 75 Mio. Jahre alten Tieres konnten im Grand Staircase-Escalante National Monument geborgen werden. Der neun Meter lange "Gryposaurus monumentensis" besaß eine große Schnauze mit 300 Zähnen. Weitere 500 Zähne saßen im Kiefer, die bei Bedarf schnell nachwachsen konnten. Damit war das aufrecht gehende Tier ein idealer Pflanzenfresser, der so ziemlich jede Grünkost zermahlen konnte. Details im Zoological Journal of the Linnean Society
2.10.2007: Säbelzahnkatze biss nur milde zu
Die Smilodon, eine Gattung der ausgestorbenen Säbelzahnkatzen, konnte mit ihren 20 Zentimeter langen Zähnen im Oberkiefer keine Beute reißen. Australische Forscher verglichen das Katzen-Gebiss mit denen heutiger Löwen und bescheinigen der Katze nur ein Drittel der Kraft. Wahrscheinlich musste sie ihre Beute umreißen und erst dem am Boden liegenden Tier einen tödlichen Biss verpassen. Als mit der letzten Eiszeit vor 10.000 Jahren entsprechend große, schwerfällige Opfer verschwanden, starb auch die Säbelzahnkatze aus. Weiteres u.a. im New Scientist.
18.8.2007: Saurier aus dem Untergrund
Nicht nur Füchse und Kaninchen suchen Zuflucht in unterirdischen Erdhöhlen. Auch eine spezielle Art von Dinosaurier soll Baue gegraben haben, um Fleischfressern zu entkommen. Entsprechende Höhlen von Vogelfußdinos haben Forscher in Montana entdeckt, schreibt die FAZ.
30.7.2007: Ursaurier-Fund im Thüringer Wald
Bei Grabungen am Bromacker nahe Tambach-Dietharz haben deutsche und US-amerikanische Wissenschaftler ein etwa 290 Millionen Jahre altes Ursaurier-Skelett gefunden. Der Fund sei 80 Zentimeter lang, sagte Grabungsleiter Thomas Mertens vom Museum der Natur Gotha am Sonntag gegenüber der Agentur dpa. Meldung u.a. bei Focus Online.
27.7.2007: Kiefer eines Zwei-Tonnen-Wombats gefunden
In einer der Jenolan-Höhlen westlich der australischen Hafenstadt Sydney fanden Forscher den Kieferknochen eines großen Wombats. Das Beuteltier soll drei Meter lang und zwei Tonnen schwer gewesen sein. Sein Alter wird auf 20.000 bis 40.000 Jahre geschätzt. Bericht bei Spiegel Online.
27.7.2007: Besucherrekord in Berlin
Das wiedereröffnete Berliner Naturkundemuseum zieht überraschend viele Besucher an: Zwischen 3.500 und 4.000 kommen jetzt täglich. Vor der Umgestaltung der Ausstellung waren es im Schnitt nur 800, wie die Berliner Zeitung berichtet.
20.7.2007: Island - Etwas hat überlebt
In den letzten 2,6 Millionen Jahren befand sich die Nordhalbkugel der Erde immer wieder im Griff des Eises. Eigentlich sollten die Eismassen das Land unter sich regelrecht sterilisiert haben. Doch gleich zwei Überlebende haben Biologen auf Island entdeckt. Im Grundwasser lebend, haben die beiden Flohkrebse selbst Vereisungen von vielen Tausend Jahren Dauer überstanden. Beitrag bei Scienceticker.info
17.7.2007: Roadrunner aus China
110 Millionen Jahre alte fossile Fußspuren eines rätselhaften Laufvogels wurden in China entdeckt. Das Besondere: Zwei Zehen weisen nach vorn, zwei nach hinten. Bei den meisten Vögeln zeigen dagegen drei Zehen nach vorn und einer nach hinten. Meldung bei wissenschaft.de
10.7.2007: Jurassic Park in Berlin-Mitte
Anlässlich der bevorstehenden Eröffnung des neu gestalteten Saurier-Saales im Naturkundemuseum Berlin erzählt der Berliner "Tagesspiegel" nach, wie das Skelett des Brachiosaurus brancai entdeckt wurde und nach Berlin gelangte. Zum Artikel
2.7.2007: Riesenvogel war ein guter Gleiter
Der prähistorische Riesenvogel Argentavis magnificens war wohl ein guter Gleiter. Mit seiner Spannweite von sechseinhalb Metern soll er Aufwinde über den Anden genutzt haben. "Kilometerweit" soll er durch die Luft geglitten sein, schreibt Welt Online mit Berufung auf eine US-Studie. Bericht auch im National Geographic (englisch).
26.6.2007: Pinguin im Großformat
Vor 36 Millionen Jahren lebten im heutigen Peru Riesenpinguine, die über 1,50 Meter groß waren und einen ungewöhnlich langen Schnabel besaßen. Text bei wissenschaft.de, focus.de, sueddeutsche.de
19.6.2007: Riesenpanda im Kleinformat
Die Urahnen der Pandabären sahen wahrscheinlich schon vor etwa zwei Millionen Jahren aus wie kleinere Ausgaben ihrer heute lebenden Verwandten. Das zeigt der Fund des bislang ältesten Schädels eines solchen Zwerg-Pandas in einer Höhle im südlichen China. News bei wissenschaft.de
13.6.2007: Mini-Dinosaurier in Südafrika entdeckt
Forscher haben eine bislang unbekannte Dinosaurier-Art in Südafrika entdeckt. Der auf den Namen Eocursor parvus getaufte Pflanzenfresser war klein und flink und hatte eine ungewöhnlich große Greifhand, schreibt die Netzeitung.
8.6.2007: Kein plötzliches Ende für die Mammuts
Das Aussterben der Mammuts sei kein plötzliches Ereignis, sondern ein mehrere zehntausend Jahre andauernder schleichender Prozess gewesen, meldet wissenschaft.de
9.5.2007: Blick in die Klimageschichte früherer Jahrmillionen
Wie sich die globale Erwärmung entwickeln wird, simulieren Klimaforscher im Computer. Dabei ist ein Blick in die fernere Vergangenheit von Nutzen, in der warme Phasen dominiert haben dürften. Was sich aus verschiedensten Daten der frühen Erdgeschichte ableiten lässt, berichtet die Neue Zürcher Zeitung.
Mare 4/5 2007: Eine Reise auf dem Urmeer
Vulkanausbrüche, Meteoriteneinschläge, keine Atmosphäre, die tödliche Strahlung aus dem All filtert – der junge Planet Erde ist ein gefährlicher Ort. Nur die Meere bieten Schutz. So werden die Ozeane zur Geburtsstätte des Lebens und zum Versuchslabor der Evolution, das im Lauf der Jahrmillionen alle Urformen der heutigen Flora und Fauna entwickelt. Die Zeitschrift Mare widmet sich im aktuellen Heft 61 der Urgeschichte. Textauszug.
13.4.2007: Forscher graben Saurierskelett aus
Forscher vom Naturhistorischen Museum Braunschweig haben in der Sahara zwei Saurierskelette entdeckt. Darunter befindet sich ein rund 20 Meter großes Exemplar eines Jobaria, meldet die dpa in einer Kurzmeldung. Zu lesen u.a. bei Focus Online.
4.4.2007: Riesensalamander in der Antarktis entdeckt
In der Antarktis sind die versteinerten Schädelreste eines mehr als 245 Mio. Jahre alten Riesensalamanders entdeckt worden. Das rund 60 Zentimeter lange versteinerte Knochenstück war in Sandstein eingeschlossen, berichten Forscher im "Journal of Vertebrate Paleontology". Dazu eine Meldung bei Welt Online.
27.3.2007: T-Rex-Schädel versteigert
Einen Dinoschädel für die Stadtwohnung hat sich ein Privatsammler in New York geleistet. Für mehr als 200 000 Euro hat er das Fossil ersteigert, berichtet Focus Online.
26.3.2007: Blick zurück in die Klimageschichte
Ein Paläothermometer ermöglicht eine detaillierte Rekonstruktion der Temperaturen der letzten 25.000 Jahre im Kongo-Becken. Bericht bei Telepolis
20.3.2007: Echse segelte durch die Kreidezeit
Chinesische Forscher haben die Überreste einer Echse entdeckt, die mit Hilfe eines einzigartigen Rippensegels von Baum zu Baum "fliegen" konnte. Näheres dazu in Welt Online.
8.3.2007: Puzzle aus zwei Teilen
Glückliches Ende einer fossilen Odyssee: Nach mehr als 170 Jahren erhält ein Dinosaurier seine Schnauzenspitze zurück, berichtet Die Zeit.
6.3.2007: Dino-Skelette kehren nach Berlin zurück
Mit dem Aufbau des weltweit größten ausgestellten Saurierskeletts hat die heiße Phase zur Wiedereröffnung des neuen Ausstellungssaals im Museum für Naturkunde in Berlin begonnen. Ende März sollen alle Skelette an ihrem endgültigen Platz in der neu gestalteten Ausstellung stehen. Über die Umbau-Maßnahmen des Museums berichtet Die Welt.
4.3.2007: Neue Saurier-Art entdeckt
US-Forscher haben einen neuen Typ aus der Familie der gehörnten Dinosaurier entdeckt. Die Riesenechse lebte vor etwa 78 Millionen Jahren und hatte zwei rund einen Meter lange dicke Hörner über den Augenbrauen. Diese Meldung der Nachrichten-Agentur AP gibt es u.a. bei Spiegel Online.
25.1.2007: Die Höhle der tausend Tiere
In drei Höhlen in Südaustralien haben Forscher ungewöhnlich gut erhaltene Überreste von 70 Tierarten entdeckt. Diese sollen vor mehr als hunderttausend Jahren gelebt haben. Darunter seien acht bislang unbekannte Känguru-Arten sowie ein vollständiges Beutellöwenskelett, meldet wissenschaft.de.
23.1.2007: Ein bißchen Neues zum "Microraptor gui"
Ein Dinosaurier als "Doppeldecker" - diese These haben Sankar Chatterjee und Joe Templin bereits im Oktober 2005 vorgestellt (wir berichteten). Jetzt legen die beiden Forscher weitere Untersuchungen in den "Proceedings" vor - weniger spektakulär, als uns die Netzeitung glauben machen will. SpiegelOnline behauptet lustigerweise sogar: "Forscher haben jetzt die versteinerten Überreste der innovativen Flieger gefunden."
16.1.2007: Warum Tiger kleiner sind als Saurier
Warum werden Tiger, Löwen und Leoparden nicht so groß wie etwa Elefanten? Forscher haben ausgerechnet, warum fleischfressende Säugetiere nicht über eine bestimmtes Maß hinauskommen - und warum diese Obergrenze nicht für Dinosaurier galt. Beitrag bei Spiegel Online.
14.12.2006: Säuger im Gleitflug
Ein Vorfahr des Eichhörnchens könnte vor 130 Millionen Jahren das erste flugtaugliche Säugetier gewesen sein. Das lassen Versteinerungen aus der Inneren Mongolei vermuten, über die chinesische Forscher in "Nature" berichten. In unseren Medien u.a. in der Netzeitung und der Süddeutschen Zeitung.
14.12.2006: Zeitreise in einem Tropfen
Ein deutsch-italienisches Forscherteam hat 220 Millionen Jahre alte Mikroorganismen in fossilem Harz identifiziert. Diese winzigen, primitiven Lebewesen seien ihren heute noch lebenden Verwandten erstaunlich ähnlich, schreiben die Forscher in "Nature". Deutsche Zusammenfassung u.a. in Telepolis.
30.11.2006: Eier unterm Hammer (Update)
Ein aus der Kreidezeit stammendes, sehr gut erhaltenes Nest mit 19 (!) Saurier-Eier soll nächsten Sonntag versteigert werden. Das US-amerikanische Auktionshaus "Bonhams & Butterfields" hofft auf Mindestgebote von 150.000 Euro. Update 4.12.: Zum Ersten, zum Zweiten, ... verkauft für 317.000 Euro.
9.11.2006: Klima in der Eiszeit
Die Antarktis hat sich in der letzten Eiszeit jeweils langsam erwärmt, wenn es in Grönland kalt war und umgekehrt. Dies zeigen neue Eiskernbohrungen. Mit diesem Resultat wird die lange vermutete Verbindung zwischen den Hemisphären über die sogenannte Nord-Süd-Klimaschaukel bestätigt. Die Forschungsergebnisse werden heute in "Nature" publiziert. Die Universität Bern legt dazu eine Pressemeitteilung vor.
1.11.2006: Gründer des Saurierparks Kleinwelka gestorben
Der Gründer des Saurierparks in Kleinwelka, Franz Gruß, ist tot. Nach Informationen von "MDR 1 Radio Sachsen" starb er am Wochenende im Alter von 75 Jahren nach schwerer Krankheit. Quelle
26.10.2006: Als der Amazonas rückwärts strömte
Rund 6500 Kilometer schlängelt sich der Amazonas ostwärts aus den peruanischen Anden quer durch Südamerika zum Atlantik. Das war nicht immer so: vor rund 65 bis 140 Millionen Jahren soll er noch in die entgegengesetzte Richtung geströmt sein, berichtet Morgenwelt.
19.10.2006: Ur-Fisch hatte Ohren
Australische Forscher haben ein rund 380 Millionen Jahre altes Fischfossil entdeckt, das weit entwickelte Merkmale von Landtieren besitzt. Das Tier der Gattung Gogonasus wird im Mgazin "Nature" vorgestellt. Dazu eine dpa-Meldung bei n-tv und SpiegelOnline.
6.10.2006: Saurier-Friedhof in der Arktis
Forscher um Jörn Harald Hurum vom Naturkundemuseum der Universität Oslo haben auf der norwegischen Svalbard-Inselgruppe zahlreiche Saurier-Skelette gefunden. In nur zwei Wochen entdeckten sie 21 Plesiosaurier und sechs Ichthyosaurier. Die Überreste sollen rund 150 Millionen Jahre alt sein. Einen Bericht dazu bringt die BBC, eine deutsceh Fassung u.a. Spiegel Online.
26.9.2006: Mastodon und Tuberkulose
Den Mastodonten setzte vieles zu: Raues Klima, jagende Höhlenmenschen und vermutlich die Tuberkulose. Spuren der Lungenkrankheit sollen in den Skeletten der Tiere nachweisbar sein, berichten SpiegelOnline und Wissenschaft.de
20.9.2006: Freispruch für die Kannibalen-Dinos
Der Raubsaurier Coelophysis bauri hat keine Jungtiere seiner eigenen Art gefressen. Mit dieser Auffassung widersprechen amerikanische Forscher früheren Annahmen. Die Wissenschaftler hatten jene Überreste der Saurier und ihrer Beute erneut untersucht, die als Beweise für Kannibalismus gedeutet worden waren. Wissenschaft.de berichtet.
19.9.2006: In zwei Tagen 67 Dinosaurier entdeckt
Innerhalb von nur zwei Tagen haben Paläontologen in der Wüste Gobi 67 Dinosaurier-Skelette freigelegt. Die Überreste der Papageienechsen genannten Saurier-Spezies werden nun in der Mongolei und den USA untersucht, schreibt SpiegelOnline.
10.8.2006: Peniswurm hat uralte Verwandtschaft
500 Millionen Jahre alte versteinerte Embryonen sollen mit dem heutigen Priapswurm alias "Peniswurm" verwandt sein. Bei SpiegelOnline gibt es ein kurzes Filmchen mit der Rekonstruktion der untersuchten Fossilien. Auch wissenschaft.de behandelt das Thema.
1.8.2006: Saurier-Ausstellung geht auf Welttournee
In Sydney wurde heute die Ausstellung "Walking With Dinosaurs - The Live Experience" der Öffentlichkeit vorgestellt. Basierend auf der BBC-TV-Serie sollen lebensgroße Modelle der Tiere gezeigt werden. Eröffnet wird die Show in Australien allerdings erst im Januar 2007, danach soll sie auf Welttournee gehen. Fotos gibt es bei China Daily.
28.7.2006: Drei Saurier-Fossilien in Thüringen gefunden
Die Fossilienfundstelle "Bromacker" in Thüringen birgt Überraschungen. Jetzt feiern Forscher die Entdeckung drei weiterer Skelette, darunter das einer seltenen Segelechse, berichtet die Netzeitung
26.7.2006: Snowball Earth - nur eine These oder Realität?
Die Hypothese der Snowball Earth, laut der im ausgehenden Präkambrium die Erde gänzlich von Eis bedeckt gewesen sein soll, hatte in den letzten Jahren in Fachkreisen breite Akzeptanz gefunden. Eine Tagung im Tessin hat nun gezeigt, wie wenig man sicher weiss. Die Neue Zürcher Zeitung berichtet.
14.7.2006: Altersstruktur ähnlich wie Säugetiere
Die Tyrannosaurier hatten einen ähnlichen Lebensverlauf wie Säugetiere: Sie starben entweder sehr jung oder erst im höheren Alter. Zu diesem Schluss kommen kanadische Biologen, berichtet wissenschaft.de
27.6.2006: Schaufenster der Evolution bedroht
Im chinesischen Chengjiang finden sich wunderbare Fossilien. In den feinkörnigen Schlammablagerungen eines einstigen Flachmeeres haben sich sogar Weichteile mariner Tierformen in Details erhalten, bis hin zu Abdrücken von Herz und Muskulatur. Doch Phosphatabbau bedroht die Lagerstätte. Chinesische Forscher fordern, dass sie als Unesco-Weltkulturerbe unter internationalen Schutz gestellt wird. Der Berliner "Tagesspiegel" berichtet.
16.6.2006: Weitere Belege für Warmblütigkeit
Saurier waren Warmblüter. Diese These ist nicht neu, auch wenn SpiegelOnline das behauptet. Immerhin: Französische Forscher haben weitere Belege für die Warmblütigkeit entdeckt.
6.6.2006: Camping bei Tyrannosaurus Rex
In der kanadischen Wildnis können sich Besucher auf die Spuren der Dinosaurier begeben. Gletscher legten in der Nähe von Calgary so viele Fossilien frei, wie an kaum einem anderen Ort. Ein Reisebericht in der Netzeitung.
21.4.2006: Vor 41 Millionen Jahren "abgenabelt"
Indem die Antarktis von einer Meeresströmung eingeschlossen wurde, entwickelte sie sich zu einem eisigen Kontinent. Die Drakestraße zwischen Südamerika und der Antarktischen Halbinsel öffnete sich bereits vor 41 Millionen Jahren - und damit vor der Vereisung der Antarktis. Eine Meldung dazu gibt´s bei Scienceticker.info.
18.4.2006: Riesiger Raubsaurier aus Argentinien
Einen 12,5 Meter langen Raubsaurier haben argentinische und kanadische Forscher entdeckt - und zwar schon 1995. Doch erst jetzt ist das Tier im Detail untersucht und beschrieben worden. Meldung u.a. bei SpiegelOnline, der Originalartikel aus "Geodiversitas" ist als PDF-Datei erhältlich.
16.4.206: Erbgut rekonstruieren
Wie gut lässt sich die DNA ausgestorbener Tiere rekonstruieren? (Noch) nicht gut genug, um das Erbgut von Dinosauriern komplett zu bestimmen. Aber Teile fossiler DNA könnten im Laborversuch zum Leben erweckt werden, glauben US-Forscher. Bericht dazu im Magazin Wired.
1.4.2006: Dinos ohne Tiefschlaf
Für das Aussterben der Saurier könnte fehlender Tiefschlaf unter Reptilien verantwortlich sein. Das meint Niels Rattenborg vom Max-Planck-Institut für Ornithologie. Weil Tiefschlaf eine wichtige Voraussetzung fürs Lernen sei, hätten die Dinosaurier keine neuen Strategien entwickeln können, sich an verändernde Umweltbedingungen anzupassen. Rattenborgs Beitrag erschien im Brain Research Bulletin, eine Meldung dazu bei spektrumdirekt
22.3.2006: Rekord-Hals
Amerikanische Wissenschaftler haben einen bisher unbekannten Dinosaurier entdeckt, der ein heißer Kandidat für den Rekord in der Kategorie Halslänge ist: Der Hals des Sauropoden bringt es auf acht Meter Länge, berichtet wissenschaft.de
16.3.2006: Animierter Tyrannosaurus
Wie bewegten sich Tyrannosaurus rex und seine Zeitgenossen wirklich? Britische und amerikanische Forscher nutzen Hollywood-Technik zur Laufstilanalyse der Riesenechsen. Bericht und Kurzfilmchen bei SpiegelOnline.
10.3.2006: Nach elf Millionen Jahren wieder da
Kleine Nagetiere der Familie Diatomyidae lebten im Oligozän und Miozän. Der jüngste fossile Fund ist 11 Mio. Jahre alt. In Laos aber hat die letzte Art dieser Familie bis heute überlebt. Das berichten Forscher vom Carnegie Museum of Natural History in Pittsburgh im Magazin "Science". Eine deutsche Meldung zum Thema findet sich u.a. in der "Netzeitung".
3.3.2006: Forst-Ökologie in Bernstein
Mit den Augen einer Spinne betrachtet, dürfte das Baltikum vor über 30 Millionen Jahren reizvoller gewesen sein als die Dominikanische Republik. Hunderte in Bernstein eingeschlossene Spinnen belegen: Radnetze spinnende Tiere wurden im Ostseeraum deutlich größer als Artgenossen in der Karibik. Meldung bei Scienceticker.info
22.2.06: Vogel-Fossilien an Karlsruher Museum übergeben
Die weltweit ältesten fossilen Belege eines Kolibris (Bild) und eines Zwergspechtvogels (Bild) sind den Sammlungen des Staatlichen Museums für Naturkunde Karlsruhe übergeben worden. Die beiden 31 Millionen Jahre alten Vogelskelette aus dem Oligozän (Alttertiär) stammen aus der Tongrube Unterfeld nahe der nordbadischen Stadt Rauenberg und dem Wieslocher Stadtteil Frauenweiler. Nach Mitteilung der Arbeitsgruppe Palaeo-Geo e.V. in Kelkheim waren die Fossilien von Mitgliedern des Vereins geborgen worden, die in der Tongrube seit 20 Jahren ehrenamtliche Grabungen durchführen (Mehr zum Kolibri-Fossil in Scienceticker.info, 2004). Quelle und Bilder: Palaeo-Geo e.V.
10.2.2006: Mammutzähne wiederentdeckt
In den paläontologischen Sammlungen der Universität Göttingen sind zwei verloren geglaubte, wissenschaftshistorisch wertvolle Zähne des Wollhaarmammuts wiederentdeckt worden: Der eine Fund war 1799 beschrieben worden, der andere wurde schon Ende des 17. Jahrhunderts bei Salzgitter ausgegraben. Mehr dazu in der Pressemeldung der Universität Göttingen.
8.2.2006: Trias-Krokodil identifiziert
Ein 210 Millionen Jahre altes, aufrecht gehendes Ur-Krokodil haben amerikanische Forscher identifiziert. Das Fossil verbrachte Jahrzehnte unerkannt im Fundus des "American Museum of Natural History", ehe sich Wissenschaftler damit beschäftigten. Jetzt wird das "Effigia okeeffeae" in den Proceedings of the Royal Society B vorgestellt. Eine deutsche Zusammenfassung bringt Telepolis.
4.2.2006: Ausgeschlafen, Spiegel Online?
Vor neun Tagen übernahm ich an dieser Stelle eine Nachricht meines Kollegen Carsten Meinke, der im Scienceticker vor zehn Tagen über Dinosaurier-Kämme berichtet hatte. Heute (!) ist denn auch "Spiegel Online" über das Thema gestolpert. Beeindruckend schnell, diese Hamburger...
2.2.2006: "Die Ahnen der Saurier" auf Pro7
TV-Tipp: Pro7 zeigt eine weitere BBC-Dokumentation, die in die Zeit vor 550 bis 600 Mio. Jahren führt. Riesige Fische und Libellen spielen die Hauptrollen. Zum Schluss lernen wir jene Reptilien kennen, aus denen später die Dinosaurier hervorgingen. Sendetermin: Donnerstag, 2.2.06, 20.15 Uhr. Wer die Wiederholung am Sonntag, 5.2.06 um 11.55 Uhr sieht, dem bleiben so einige Werbespots erspart.
19.1.2006: Ohr und Atmung
Die ersten Landtiere atmeten möglicherweise über ihre Ohren. Darauf deutet der fossile Schädel des Urfisches Panderichthys hin, den schwedische Forscher in Nature vorstellen. Einen schönen Text zum Thema bringt Die Zeit, Berichte finden sich auch in Spiegel Online und wissenschaft.de. Wie man aus der Meldung richtigen Murks macht, beweist uns Krone.at: "Menschen haben früher durch ihre Ohren geatmet". Jaja, und in mancher Redaktionsstube übernimmt heute der Unterarm offenbar das Denken...
5.1.2006: Tiefseeströmungen und Klimawandel
Vor 55 Millionen Jahren kam es zu einer abrupten Umkehrung der Tiefseeströmungen. Der Transport warmen Wassers aus südlichen in nördliche Regionen kam zum Erliegen. Gleichzeitg kam es zu einer globalen Erwärmung der Erde, schreiben Meeresforscher im Magazin "Nature". SpiegelOnline interviewt einen deutschen Klimaforscher zum Thema.
3.1.2006: Frost bedroht Dino-Spuren
In Niedersachsen sind 140 Millionen Jahre alte Fußabdrücke von Dinosauriern durch Frost gefährdet. Gefrierendes Wasser droht die Spuren zu zerstören, sagte der Leiter des Freilichtmuseums in Münchehagen gegenüber dem NDR. Die im Sommer 2004 entdeckten Spuren sollten längst geborgen werden, doch dem zuständigen Niedersächsischen Landesmuseum fehlt Geld für's Personal.
29.12.2005: Ausblick auf 2007
Reinhold Leinfelder, der neue Chef des Berliner Naturkundemuseums, stellt seine Pläne in einem Interview in der "Berliner Zeitung" vor. Zur Modernisierung des Sauriersaals sagt er: "Dort werden von 2007 an nicht wie bisher nur die Skelette der Urzeitechsen aufgestellt sein. Die Besucher werden sich zudem an Computern mit interaktiven Programmen über die Lebensbedingungen der Dinosaurier oder die Ausgrabung ihrer Fossilien informieren können."
27.12.2005: Junger Titanosaurus entdeckt
Argentinische Forscher entdeckten das nahezu intakte Skelett eines zehn Meter langen Titanosaurus-Jungtieres. Das etwa 71 Millionen Jahre alte Fossil aus der Provinz Neuquen sei wegen der kompletten Fußknochen wertvoll, so die Forscher. Kurze Agenturmeldung u.a. bei SpiegelOnline und Basler Zeitung.
23.12.2005: Vom Fisch zum Landwirbeltier
Fische bewegen sich meist mit den Vorderflossen fort, Wirbeltiere zu Land dagegen überwiegend mit den hinteren Extremitäten. Den "Übergang vom Front- zum Heckantrieb" nennt das wissenschaft.de mit Verweis auf einen 360 Mio. Jahre alten Quastenflosser aus Lettland. Catherine Boisvert von der Universität Uppsala beschreibt die Übergangsform Panderichthys im Magazin "Nature".
20.12.2005: Mammut und Elefant
Das Mammut steht dem Indischen Elefanten genetisch näher als dem Afrikanischen. Das berichten Forscher vom Leipziger Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthroplologie. Sie konnten Teile der Mammut-DNA rekonstruieren. Eine Meldung dazu bringt SpiegelOnline, ein Interview mit dem Forscher Michael Hofreiter gibt's beim Deutschlandfunk. Eine Pressemitteilung findet sich im idw.
19. bis 23.12.: Dino-Dokus im ZDF
Tyrannosaurus rex gegen Triceratops: Wie könnte der Zweikampf zwischen diesen beiden mächtigen Tieren stattgefunden haben? Dieser Frage geht "Kampf der Dinosaurier - Könige der Urzeit" am 23.12.05 nach. Am 27.12.05 widmet sich ein weiterer Bericht den "Superjägern": Dann versucht Velociraptor, einen Ankylosaurus zu erlegen. Beide Filme (Sendezeit: jeweils 19.25 Uhr) entstanden in Kooperation mit der BBC. Begleitend berichtet die ZDF-Sendereihe "Wunderbare Welt" täglich vom 19. bis 23.12. jeweils um 14.15 Uhr über Saurier: 19.12. "Das Ende der Dinos - Stunde Null in der Vorzeit", 20.12. "Dinos im heißen Sand", 21.12. "Aufstieg der Titanen", 22.12. "Dinosaurier im Abendland - Europas Riesenechsen", 23.12. "Das Rätsel der Drachen" (Da wird's dann grenzwertig...)
1.12.05: Streit um älteste "Fußabdrücke" Nordamerikas
Die ältesten Spuren möglicherweise menschlichen Ursprungs in Nordamerika sind sehr viel älter als 40.000 Jahre. Zu diesem Schluss kommen amerikanische und mexikanische Forscher im Magazin "Nature". Ihren Messungen zufolge, ist das Vulkangestein, in dem sich die vermeintlichen Fußspuren finden, gut 1,3 Millionen Jahre alt. Weiter bei Scienceticker.info
11.11.05: Krokodil mit Dino-Schädel
Fossilien einer bislang unbekannten Krokodilart haben argentinische Paläontologen entdeckt. Seine kurze Schnauze und die großen gezackten Zähne haben dem Tier den Spitznamen "Godzilla" eingebracht. Heute in "Science", Kurzberichte dazu hier, hier und hier. Ausführlicher ist diese englische Version.
31.10.05: Treibhausklima der Kreidezeit
Vor 120 bis 90 Millionen Jahren befand sich die Erde in einer bedeutenden Umbruchphase. Markus Wilmsen vom Institut für Paläontologie der Uni Würzburg untersucht Ablagerungen, aus denen sich der damalige globale Wandel und auch Klima-Zyklen ablesen lassen. Pressemeldung hier
27.10.05: Dino-Kalender 2006 erschienen
Seine Webseite ist fürchterlich anzusehen, aber zeichnen kann Frederik Spindler sehr gut. Und das ist ja die Hauptsache, wenn man einen Kalender mit Dinosaurier-Jungtieren gestaltet. Der Kalender besteht aus 14 Blättern im Format DinA 4, die Hälfte der Abbildungen ist farbig. Bestellen kann man für 10 Euro hier beim Zeichner selbst oder hier bei Geoberg.de.
21.10.2005: Das fliegende Gebiss
Britische Forscher haben einen besonders seltsamen Flugsaurier nach seinem auffälligsten Merkmal benannt: seinem Gebiss. Der fliegende Räuber war mit einer Spannweite von fünf Metern zudem einer der mächtigsten Flieger seiner Zeit. Weiter bei Spiegel Online
14.10.05: Dinosaurier Park in Gansu eröffnet
In der nordwestchinesischen Provinz Gansu ist ein nationaler Dinosaurier und Geologiepark eröffnet worden. In dem Park befinden sich die meisten und am besten erhaltenen Fußabdrücke von Dinosauriern in China. Weiter bei China.org.cn |
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